Mojo Collection

Versuchsanordnung zum Thema "Zugreisen mit Grenzüberquerung"
Im Kunstzug Dresden – Wroclaw 25.-28. August 2016
Performance und Zeichnung
von Katharina Kretzschmar und Susa Luis

Das Überqueren von Ländergrenzen ist und war für viele Menschen keine
Selbstverständlichkeit. Für Reisen –ob freiwillig oder unfreiwillig –mit oder ohne Papiere und Gepäck –offensichtlich oder versteckt –stellen Züge seit Jahrhunderten ein Haupttransportmittel dar.
Wir möchten eine Bestandsaufnahme und Versuchsanordnung auf der besonderen Strecke Dresden-Wroclaw-Dresden zwischen Deutschland und Polen für einen begrenzten Zeitraum im Rahmen des Projekts „Kunstzug“ durchführen.

„Was ist der wichtigste Gegenstand, den Sie auf dieser Fahrt dabei haben?“

Die Performerinnen in der Rolle von Dienstleistern sind mit Zeichenbrettern, Papier und Stiften ausgestattet. Sie beginnen Gespräche mit den Fahrgästen des Zuges und bieten ihnen an, ihrenwichtigsten Gegenstand auf dieser Reise zu portraitieren. Mithilfe von Abpauspapier entsteht gleichzeitig eine Kopie der Zeichnung. Der Fahrgast erhält die Originalzeichnung –die Künstlerinnen sammeln die Durchschläge. Diese Kopien der Zeichnungen werden als wachsende Serie an einem geeigneten Ort im Zug an Leinen hängend ausgestellt.

Im Anschluss an die Aktionen im Zug wird die Sammlung mit 60 Zeichnungen von Dingen in dokumentarischer Form zusammen mit Notizen zur Geschichte der Reisenden und ihrer Wertgegenstände in der Galerie MD_S in Breslau/Wroclaw ausgestellt. Ausstellungsdauer: 10.9.2016 - 24.9.2016 


Auswahl einiger Zeichnungen/ Blaupausen der "Mojo Collection" aus dem Kunstzug
von Susa Luis und Katharina Kretzschmar

  • Sticker, Houla Oups Barprojekt
  • Bartresen mit den letzten Gästen einer Nacht
  • Bartresen, Neonlicht
  • Bartresen in Paris
  • Konzertaufbau von Kairo, Schlagzeug und Projektion
  • Konzert von Blanca und Dario
  • Lichtcollage, Raumecke, Barprojekt
  • Konzert von Mokwok Knarrtsch
  • Lichtcollage, Diaprojektion
  • Livepainting, Express to Impresscrew
  • Rauminstallation von Jenny Hoffmann, Tier von Lars Frohberg
  • Barpublikum
  • Konzert von [...]
  • Außenansicht Houla Oups, Paris
  • Kickerspieler
  • Spielbar, Installation, Anne Schäfer und Matthias Materne
  • Schattentänzerin
  • Rauminstallation, Bartresen, Diacollage
  • Außenansicht der Bar in Dresden
  • unsichtbare Kunden
  • Konzert von Spitze, Marten Schech und Jens Vetter
  • Objektheater von Thomas Herbst
  • Konzert von Jim Zitrone
  • Konzert von Conny Ochs
  • Konzert von Bureaumaschine und Dj Abbey Rot
  • Performance von Sarah Leimcke
  • die Bar ist voll
  • Performance von Sarah Leimcke
  • Kickerspieler
  • Sitzecke

 

"Houla Oups", Barprojekt 2012, Rauminstallation, Lichtcollage, Kneipe, Gruppenausstellung

Im 11. Pariser Arrondissement gab es das „Houla Oups“.
Ich kenne diese Bar oder Kneipe schon lange und habe sie während meiner Studienzeit in Paris als eine besondere und anders geartete „Bar du Quartier“ erlebt.
Im Gegensatz zu den meisten Bars dort in der Gegend war sie weder touristisch noch schick oder teuer.
Die Besitzer der Bar standen selber hinter dem Tresen. Kunden, Künstler und Comiczeichner haben sich an den Wänden und Fenstern ausgetobt und Spuren des Nachtlebens hinterlassen. Es gab dort einen gemütlichen Kneipenalltag, aber auch Partys, Konzerte und Ausstellungen und oft selbst nach der Pariser Sperrstunde um 2.00 Uhr noch Getränke.
Das "Houla Oups" war ein guter Treffpunkt für die verschiedensten Menschen.
Die Ausstellung "Le Houla Oups" im Oktober 2012 in Dresden, war ein Teil meines Projekts zu der Frage, ob sich die Idee eines belebten Raumes, wie eine spezielle Bar transportieren lässt.
In den Dresdener Ausstellungsräumen der Stauffenbergallee 11, war ein aus Holz und Plattenmaterialien gebauter Bartresen, in den Originalmaßen des Tresens meiner Lieblingsbar in Paris aufgestellt.
Bis zu zwölf Diaprojektoren projezierten fragmentarisch Fotos, aus dem "Houla Oups" in Paris, auf die Fassade des rekonstruierten Tresens und die Wände der Galerie. Durch die Projektionen im echten Maßstab, ließ sich in dem weiß gestrichenen Raum eine collagenartige Version der Pariser Bar zusammensetzten.
Für diese Ausstellung, Rauminstallation oder Bar habe ich 14 weitere bildende Künstler eingeladen, Arbeiten herzustellen und mit auszustellen. Den kompletten Oktober hindurch wurde der Tresen betrieben und es sind jede Nacht Bands, DJs, Sänger oder Performer aufgetreten, die die Bar belebt haben. Als die Pariser Barkeeper zu Besuch kamen und Dresdener Barkunden in Paris eingekehrt sind, ergab sich schließlich die Frage, ob die Dresdener Bar nicht auch schon längst ein Eigenleben entwickelt hat. Leider gibt es das echte "Houla Oups" mittlerweile nicht mehr, da die Kneipe verkauft wurde.

Danke an alle die mitgemacht haben, ausgestellt und aufgetreten sind und geholfen haben. Und vor allem: Merci Guillaume et Guillaume!!

Informationen zu den beteiligten Künstlern und Musikern, sowie dem Programm der Bar von 2012 gibt es auf dem Blog: www.11te.wordpress.com

Hier geht es zur Reise des Barprojekts 2015.

Performance mit Ézéchiel Mèhomez, Tanz, Veranstaltung "Bestiaire Movent" Dresden, 2016

  • Performance, Paris
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Detail Kostüm
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Performance, Görlitz
  • Performance, Görlitz
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Detail Kostüm, Fotografie
  • Kostüm, Fotografie
  • Performance, Görlitz
  • Performance, Dresden, Fotografie
  • Performance, Rom, Filmstill
  • Performance mit Bureaumaschine, Rom, Filmstill
  • Detail Kostüm, Fotografie
  • Performance, Rom, Filmstill

Performance mit Sarah Leimcke, beobachten, annähen, anputieren, verzieren, lackieren, wahrsagen

  • Wanderwegsmarkierung in Ostrava
  • temporärer Wanderweg in Ostrava

Temporärer Wanderweg in Ostrava Hrabůvka, Tschechische Republik

  • Bananenpräsentationsmöbel
  • Tätowierausstattung und Wandarbeit Verena Kogler
  • Banane "Mädchen und Monster"
  • Tattoomaschine
  • Kundenportrait, tätowierte Banane
  • die Reste tätowierter Bananen

"Ich tätowiere dir deine Banane" ist eine Aktion, während der ich den Ausstellungsbesuchern nach einem Beratungsgespräch ihr Wunschmotiv auf eine Banane tätowiere.

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